2.
Innere Struktur unserer Schule
2.1 Schulklima
2.2 Das Kollegium
2.3 Kollegium – Schulleitung – Eltern – Schülerschaft –
Mitarbeiter
2.4 Zusammenarbeit mit dem Schulträger
2.5 Die Schülerschaft
2.6 Die Elternschaft
2.7 Die Zusammenarbeit mit den abgebenden Grundschulen
3.
Erziehungs- und Bildungsziele unserer Schule
3.1 Allgemeine Ziele
3.2 Spezielle Ziele und Inhalte unserer Schule - Das Schulleben
3.2.1 Schüleraustausch
3.2.2 Schulfrühstück
3.2.3 Natur-
und Umwelt
3.2.4 Sportangebote
3.2.5 Arbeitsgemeinschaften
für Schülerinnen und Schüler
3.2.6 Förderung
von Schülerinnen und Schülern nicht deutscher Muttersprache
3.2.7 Leseförderung
3.2.8 Plattdeutsche
Sprache
3.2.9 Pausenordnung,
Pausenräume
3.2.10 Moderne Medien
3.2.11 Suchtprävention
3.2.12 Schülervertretung
3.2.13 Öffnung der Schule
3.2.14 Berufsorientierung
3.2.15 Zusammenarbeit mit
den Eltern
3.3 Weitere Ziele
3.3.1 Stärkung
des „Wir-Gefühls“
3.3.2 Gewaltprävention
4.
Fortschreibung der Erziehungs- und Bildungsziele
4.1 Die gegenwärtige Situation
4.2 Weiterentwicklung der Realschule Albersdorf
4.3 Wege der Umsetzung pädagogischer Schwerpunktthemen
1.
Unsere Schule, allgemeine Daten, äußere Struktur
1.1 Schulort,
Einzugsgebiet
Albersdorf ist eine Landgemeinde mit guter Infrastruktur,
lebhaftem Vereinsleben und zahlreichen Freizeitangeboten. Hervorzuheben sind
das Freizeitbad, die Freilichtbühne, der nahegelegene Nord-Ostsee-Kanal und
die bewaldete Geestlandschaft mit zahlreichen prähistorischen Monumenten und
das neu entstehende Archäologisch-Ökologische Zentrum.
Die ca. 15 km entfernten Städte Heide und Meldorf bieten alle Einkaufsmöglichkeiten
und - im Verbund mit Brunsbüttel, Rendsburg, Schleswig, Itzehoe - vielfältige
und gelegentlich bedeutende kulturelle Veranstaltungen. In Heide und Meldorf
gibt es drei Gymnasien sowie Fachgymnasien für Schülerinnen und Schüler,
die einen höheren Bildungsabschluss anstreben.
Im Unterzentrum Albersdorf sind eine Grundschule, eine Hauptschule, eine Förderschule
und die Realschule räumlich in einem Schulzentrum zusammengefasst.
Die Gemeinden Bunsoh, Nordhastedt und Schafstedt haben jeweils eine
Grundschule im Ort. Insgesamt umfasst das Einzugsgebiet der Realschule
Albersdorf einen Radius von ca. 10 km, so dass ein großer Teil der Schülerinnen
und Schüler mit Schulbussen zur Schule kommt.
Im Schulverband Albersdorf haben sich die 10 amtsangehörigen Gemeinden sowie
die Gemeinde Nordhastedt (Amt Heide-Land) und die Gemeinde Odderade (Amt
Meldorf-Land) zusammengeschlossen. Im Einzugsgebiet leben ca. 10.000 Menschen.
1.2 Die
Realschule Albersdorf - Allgemeine Daten
Die Realschule Albersdorf wird zurzeit von 325 Schülerinnen
und Schülern (163 Mädchen und 162 Jungen) besucht, das Kollegium umfasst 19
Lehrkräfte -7
weibliche, 12
männliche- (Stand Nov. 2005) sowie einen Schulhauswart und eine Sekretärin
mit 20 Stunden/Woche.
1.3 Das Gebäude
Das Backsteingebäude aus dem Jahre 1964 wurde wiederholt
erweitert und saniert. Durch bepflanzte Innenhöfe und große Fensterfronten
wirkt es hell und freundlich. Auch die Klassenräume sind licht und wurden
1995/96 mit neuen, ergonomisch gestalteten Möbeln ausgestattet. 2004
erhielten alle Klassen großflächige Pinwände.
Als Fachräume sind vorhanden: Computer-, Textillehre-, Chemie-,
Physik-, Kunst-, Werk- und Musikraum mit Bühne (der Musikraum wird
gleichzeitig als Aula genutzt) sowie eine mit der Hauptschule, Förderschule
und Volkshochschule gemeinsam genutzte Schulküche.
Die Räumlichkeiten eines nicht mehr vorhandenen Ganztagsbereichs können für
Gruppenarbeit, schulbegleitende Arbeit mit einzelnen Schülern und
Freizeitaktivitäten genutzt werden. Durch eine räumliche Verzahnung mit dem
örtlichen Jugendtreffpunkt ist dieser Bereich ganztägig ausgelastet.
Ein großzügig angelegtes und gepflegtes Sportzentrum
steht der Realschule zur Verfügung.
Es gibt keinen Biologiefachraum und keinen Medienraum.
Der Schulhof ist als Gemeinschaftshof für die Realschule und die angrenzende
Haupt- und die Förderschule konzipiert. An einer Gestaltung, die den Bedürfnissen
unserer Schülerinnen und Schüler entspricht, wird derzeit federführend vom
Elternverein gearbeitet.
2.
Innere Struktur unserer Schule
2.1 Schulklima
Das Schulklima wird von der Lehrer-, Eltern- und Schülerschaft
im Allgemeinen als entspannt empfunden. Trotz gelegentlicher Konflikte
herrscht eine allgemeine Übereinkunft über angemessene Verhaltensweisen in
der Schulgemeinschaft vor. Dennoch bleibt auch unsere Schule von
gesellschaftlichen Veränderungen nicht unberührt, sodass sich die sozialpädagogischen
Anforderungen an die Lehrerschaft und die Eltern deutlich erhöht haben und
noch weiter
erhöhen werden.
2.2 Das
Kollegium
Entsprechend dem Schulklima wird das Zusammenwirken im
Kollegium im Allgemeinen als positiv und für die Schule als gewinnbringend
empfunden. Dabei ist es neben der Zusammenarbeit auf fachlichen und pädagogischen
Gebieten positiv zu bewerten, dass jedes Mitglied des Kollegiums seine
speziellen außerfachlichen Fähigkeiten der Schule voll zur Verfügung stellt
(z. B. bei der Durchführung von Projekttagen).
2.3 Kollegium
– Schulleitung – Eltern – Schülerschaft – Mitarbeiter
Das Verhältnis zwischen Kollegium und Schulleitung kann
als offen, entspannt bis freundschaftlich charakterisiert werden, die
partnerschaftliche Zusammenarbeit nach dem Delegationsprinzip lässt ein Höchstmaß
an Eigeninitiative zu.
Die Informationsweitergabe von der Schulleitung an die Elternschaft sowie die
Zusammenarbeit mit den Elternvertretern und Elternvertreterinnen im Rahmen der
Möglichkeiten ist gut.
Die Schülerinnen und Schüler kommen recht gut mit der Schulleitung aus, da
sie sich für ernsthafte Angelegenheiten der Schülerschaft sehr
aufgeschlossen zeigt.
Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Schulen ist
gut.
2.4
Zusammenarbeit mit dem Schulträger
Die Zusammenarbeit mit dem Schulträger ist positiv. Er
gewährt der Schule im Rahmen ihrer pädagogischen Aufgaben, wie z.B. bei der
Berechnung und Anschaffung von Lehr- und Lernmitteln, eine vollständige
Autonomie im Verwaltungshaushalt und trägt nur die mit unkalkulierbaren
Risiken behafteten Titel, wie Bewirtschaftung und Instandhaltung des Gebäudes.
Anschaffungen, die über den Rahmen des Verwaltungshaushaltes hinausgehen und
über den Vermögenshaushalt abgewickelt werden müssen, werden zumeist nach
überzeugenden Begründungen getätigt.
Die jahrzehntelangen Forderungen nach Einrichtung eines Biologieraumes sowie
nach Renovierung der Schulküche konnten wegen fehlender finanzieller Mittel
des Schulverbandes bisher nicht erfüllt werden.
2.5 Die Schülerschaft
Die Schülerschaft wird durch die SV vertreten.
Delegierte Mitglieder der SV sind in der Schulkonferenz, in Fachkonferenzen
und Arbeitsgruppen engagiert. Diese würde sich wünschen, dass sich mehr Schülerinnen
und Schüler für die SV-Arbeit engagieren.
2.6 Die
Elternschaft
Die Elternschaft wird durch den Schulelternbeirat
vertreten. Delegierte Mitglieder des Schulelternbeirates sind in der
Schulkonferenz, in Fachkonferenzen und Arbeitsgruppen engagiert, allerdings wäre
auch hier eine intensive Mitarbeit wünschenswert. .
2.7 Die
Zusammenarbeit mit den abgebenden Grundschulen
Eine regelmäßige Zusammenarbeit zwischen den abgebenden
Grundschulen und der Realschule wird gemäß § 6 OST durchgeführt. Zusätzlich
wird kurz vor der Einschulung der neuen 5. Klassen ein Begrüßungsnachmittag
durchgeführt. Die Schülerinnen und Schüler können dabei die Schule und
einige Lehrkräfte kennen lernen.
3.
Erziehungs- und Bildungsziele unserer Schule
3.1 Allgemeine
Ziele
Die allgemeinen Erziehungs- und Bildungsziele unserer
Schule ergeben sich aus dem Schleswig-Holsteinischen Schulgesetz von 1990/98,
§ 4, in dem ausführlich der Auftrag der Schule in diesem grundlegenden
Bereich beschrieben wird. Ferner ist unseren Lehrplänen ein „Konzept der
Grundbildung“ vorgeschaltet, das die in allen Fächern auftretenden
„Kernprobleme“ beschreibt und die angestrebten „Schlüsselqualifikationen“
und „Kompetenzen“ unserer Schüler benennt. Die zu erreichenden Lernziele
werden durch die neu eingeführten Bildungsstandards vorgegeben.
Der Leitgedanke dieser Grundorientierung ist, dass der Bildungsauftrag der
Schule ausgerichtet ist an den im Grundgesetz verankerten Menschenrechten, die
sie begründenden christlichen und humanistischen Wertvorstellungen und an den
Ideen der demokratischen, sozialen und liberalen Freiheitsbewegungen. Aus den
in § 4 formulierten allgemeinen Zielen der Schule möchten wir hervorheben,
dass wir unsere Schülerinnen und Schüler befähigen wollen, Verantwortung im
privaten, familiären und öffentlichen Leben zu übernehmen und an der
Erhaltung der Lebensgrundlagen von Pflanzen, Tieren und Menschen mitzuwirken.
Wir wollen die Offenheit der jungen Menschen gegenüber kultureller Vielfalt,
den Willen zur Völkerverständigung und die Friedensfähigkeit fördern, sie
zur freien Selbstbestimmung führen - in Achtung Andersdenkender. Im Rahmen
der in § 4 niedergelegten Bildungs- und Erziehungsziele befähigen wir unsere
Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit den in den Lehrplänen
genannten fünf Kernproblemen, die sich im privaten und gesellschaftlichen
Leben des modernen Menschen stellen:
1. Grundwerte,
2. Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen,
3. Strukturwandel (Veränderung der wirtschaftlichen, technischen und sozialen
Lebensbedingungen),
4. Gleichstellung,
5. Partizipation (das Recht aller Menschen zur Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse,
zur Mitwirkung und Mitverantwortung).
3.2 Spezielle
Ziele und Inhalte unserer Schule - Das Schulleben
Die oben aufgeführten Ziele sind für alle Fächer als
grundlegend zu verstehen. Darüber hinaus ist unsere Schule schon seit langem
in bestimmten Bereichen aktiv, die die Erreichung der allgemeinen Bildungs-
und Erziehungsziele in besonderer Weise fördern und damit das alltägliche
Schulleben prägen.
3.2.1 Schüleraustausch
Seit mehr als
25 Jahren besteht im jährlichen Wechsel ein Schüleraustausch der 8.
und 9. Klassen mit einer französischen Schule in der Normandie (Collège de
Manneville), der außerdem zu einer Partnerschaft der Gemeinde Bunsoh mit
Manneville geführt hat. Sprach- und Fremdsprachenkompetenz, Persönlichkeitsentwicklung,
soziales Lernen, interkulturelle Toleranz u.a. werden hierdurch nachhaltig gefördert.
3.2.2 Schulfrühstück
Seit einigen Jahren wird Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und
Lehrern dank einer Elterninitiative einmal wöchentlich zum Selbstkostenpreis
ein Frühstück angeboten. Wir halten es für ein wichtiges Anliegen der
Schule, unseren Schülerinnen und Schülern den Zusammenhang zwischen gesunder
Ernährung und einem gesunden Leben nahe zu bringen.
3.2.3 Natur- und Umwelt
Unsere von Grün umgebene Schule hat schon immer, vor allem in den Fächern
Biologie und Sport, die Natur in den Unterricht mit einbezogen. Vor Jahren
wurde ein Feuchtbiotop angelegt, Exkursionen ins Watt sind zu einer festen
Einrichtung geworden, Waldläufe finden bei günstiger Witterung insbesondere
im Rahmen des Sportunterrichts regelmäßig statt. Diesen unmittelbaren Bezug
zur Natur auf vielfältige Weise herzustellen ist unserer Schule wichtig, um
bei den Schülerinnen und Schülern Verantwortungsbewusstsein für ihre Umwelt
zu entwickeln. Seit 1999 befindet sich auf dem Schulgelände eine
Photovoltaikanlage, die von Schülerinnen und Schülern unter Leitung einer
Lehrkraft betreut wird (Registrieren und Auswerten der Stromproduktion). Außerdem
nimmt die Schule an der Aktion „Grüne Umweltbox“ teil, bei der Tinten-
und Tonerkartuschen umweltgerecht entsorgt werden.
3.2.4 Sportangebote
Ein Schwerpunkt unserer Schule liegt, wie oben schon angedeutet, auf einem
vielfältigen Sportangebot. Jährlich finden z. B. statt: der Waldlauftag, der
Stundenlauf, die Sommer-Bundesjugendspiele sowie ein Spieletag. Dies drückt
sich auch in der Ausrichtung von Turnieren bzw. der Teilnahme an Turnieren und
Wettkämpfen aus. Im Winter liegt der Schwerpunkt beim Geräteturnen mit
interner Leistungsmessung. Auch ein Schwimmfest wird jährlich angeboten,
sofern die Wetterlage und die schulischen Belange dies zulassen. Unsere Bemühungen
um den Jugendsport sollen zur Persönlichkeitsbildung beitragen, Teamarbeit
und positive Konfliktregelung fördern, Körper und Geist schulen und auch
einen Beitrag zur Freizeitgestaltung liefern. Außerdem bietet besonders
dieser Bereich viele Gelegenheiten, im Sinne des Gleichstellungsgedankens auf
Schülerinnen und Schüler einzuwirken.
3.2.5 Arbeitsgemeinschaften für Schülerinnen und Schüler
Arbeitsgemeinschaften finden im Rahmen der vorhandenen
Stunden statt. Zurzeit gibt es die AG Homepage/Sonne online (s. 3.2.3), ein
Internet-Café, eine Fußball-AG, eine Volleyball-AG, den Chor, einen
Gitarrenkurs, eine Flöten-AG, eine Schülerzeitungs-AG (Kl.6) sowie eine von
zwei Schülerinnen geleitete Tanz-AG..
3.2.6 Förderung von Schülerinnen und Schülern nicht
deutscher Muttersprache
Unsere Schule bemüht sich seit über einem Jahrzehnt um die sprachliche Förderung
von Kindern nicht deutscher Muttersprache bzw. Aussiedlerkindern. Darüber
hinaus bieten wir ihnen Hilfe zur Integration - auch in privaten und familiären
Angelegenheiten. Hier geht es um praktische Hilfe, aber auch um Abbau von
Vorurteilen bei Mitschülern und um Entwicklung von Solidarität. T-Shirts mit
rassistischen, sexistischen und faschistischen Aufdrucken sind z.B. bei uns
verboten.
3.2.7 Leseförderung
Neben dem Fachunterricht versuchen wir auf vielfältige
Weise, die Freude am Lesen zu wecken und/oder zu fördern. Eine Schülerbibliothek,
betrieben von 2 Schülerinnen und 2 Lehrerinnen, wird jährlich mit
Neuanschaffungen ausgestattet. Alle 1 – 2 Jahre organisieren die
Bibliothekslehrkräfte in Zusammenarbeit mit Kollegen, Eltern und einer
Buchhandlung eine Buchausstellung. Insbesondere die unteren Klassenstufen
nehmen im Rahmen des Deutschunterrichts an Lesewettbewerben teil und führen
Lesenächte durch.
3.2.8 Plattdeutsche Sprache
Als Schule im ländlichen Raum fördern wir das Plattdeutsche und nehmen
seit Beginn der Ausschreibungen an den plattdeutschen Lesewettbewerben
teil. Wir halten es für sinnvoll, ein wichtiges kulturelles Erbe unserer
Region zu erhalten und hierfür auch bei jungen Menschen Bereitschaft und
Freude zu entwickeln.
3.2.9 Pausenordnung, Pausenräume
In den Pausen dürfen alle Schülerinnen und Schüler in den Klassen und
Fluren bleiben und auch den ehemaligen Ganztagsbereich nutzen. Die Flure sind
mit Bänken ausgestattet, eine Schülerbibliothek ist dreimal wöchentlich geöffnet
und ein täglich geöffneter „Schulshop“, betrieben von einem
Wahlpflichtkurs für jeweils ein Schuljahr, bietet ein von der Schulkonferenz
und dem Schulelternbeirat gebilligtes Warensortiment an.
Mit dieser Pausenregelung möchten wir unseren Schülerinnen und Schülern
mehr Freiraum bieten und gleichzeitig Rücksichtnahme und Verantwortungsgefühl
fördern.
3.2.10 Moderne Medien
Unsere Schule hat sich in den letzten Jahren planmäßig um die Ausstattung
mit modernen Medien bemüht, vor allem mit PCs. Sie ist am Internet
angeschlossen und stellt sich dort auch mit einer eigenen Homepage dar
(www.realschulealbersdorf.de). Im Rahmen eines WPK-Angebotes können die Schülerinnen
und Schüler den Europäischen Computerführerschein (ECDL) erlangen. Des
Weiteren bieten wir zum Thema den WPK „Textverarbeitung am PC“ und den WPK
„Printmedien“ (Schülerzeitung) an. Die Erfordernisse der modernen
Arbeitswelt verpflichten uns, die Entwicklung der modernen Mediengesellschaft
materiell und pädagogisch mitzuvollziehen. Entsprechend werden in jedem
Jahr Mittel für Hard- und Software beantragt. Eine intensivere Nutzung
des PC-Raums im allgemeinen Unterricht erfolgt zunehmend.
3.2.11 Suchtprävention
Jährlich findet in der Klassenstufe 8 ein Projekttag zum
Thema Suchtprävention mit vorgeschaltetem Elterninformationsabend statt.
3.2.12 Schülervertretung
An unserer Schule ist die Zusammenarbeit zwischen Lehrer-
und Schülerschaft und der Schülervertretung traditionell gut. Feste,
Veranstaltungen, Turniere, Sammlungen usw. gingen auf die Initiative der Schülervertretung
zurück, wie auch Vorschläge zu einer allmählichen schülergemäßen
Umgestaltung des Schulhofes. Für das Schulleben und das Klima an der Schule
ist eine lebendige Schülervertretung wichtig. Gerade dieser Bereich ist durch
die konkrete Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern ein ideales Übungsfeld
für gegenseitige Toleranz und Achtung sowie aktive Mitbestimmung.
3.2.13 Öffnung der Schule
Trotz der ländlichen Lage unserer Schule bemühen wir uns um Kontakt mit
externen Organisationen. Dies geschieht zur Bildung unserer Schülerinnen und
Schüler auf kulturellem Gebiet, zur Förderung ihrer gesellschaftlichen
Kompetenz, zur beruflichen und politischen Orientierung und zur Freude und
Festigung der Klassengemeinschaften. In diesem Zusammenhang muss das intensive
Bemühen unserer Schule um Klassenfahrten angeführt werden. In Abhängigkeit
von der Gesundheit der Kolleginnen und Kollegen bleibt diese wichtige pädagogische
Maßnahme ein Anliegen der Schule.
Auch erfolgt eine Zusammenarbeit mit Banken und Sparkassen (Börsenspiel/WPK
„Wirtschaft“), mit den Krankenkassen zu dem Thema Sozialversicherung und
Bewerbungstraining (Fach WiPo), Besuche bei Gericht und der Amtsverwaltung, um
deren Arbeit vor Ort kennen zu lernen, und eine Zusammenarbeit mit der
Polizei, z. B. im Rahmen der Nachbarschaftswoche.
Die Realschule Albersdorf ist bemüht, die Zusammenarbeit mit dem archäologisch
ökologischen Zentrum Albersdorf (AÖZA) zu vertiefen.
3.2.14 Berufsorientierung
Eine rechtzeitige und wirkungsvolle Begleitung unserer Schülerinnen und Schüler
bei ihrer beruflichen Orientierung liegt unserer Schule in zunehmendem Maße
am Herzen. So hat sich die Berufsberatung durch das Arbeitsamt stetig
intensiviert, dem traditionellen zweiwöchigen Berufspraktikum wurde ein
weiteres einwöchiges hinzugefügt, vor allem die Fächer Wirtschaft/Politik
und Deutsch thematisieren ausführlich Bewerbung und Berufskunde, einige
Wahlpflichtkurse bemühen sich um Nähe zur Berufswelt, Besuche im
Berufsinformationszentrum des Arbeitsamtes finden für die 9. Klassen in jedem
Jahr statt, Informationsbesuche bei der Bundeswehr werden durchgeführt und
alle zwei Jahre besuchen die Schülerinnen und Schüler der 9. und 10. Klassen
die Berufsmesse der Handwerker. Wir sehen hierin auch einen weiteren Beitrag
zur Öffnung der Schule und erleben dadurch eine Motivationssteigerung der Schülerinnen
und Schüler der 9. und 10. Klassen. Den Mädchen der 7. und 8. Klassen wird
die Teilnahme am Girls-Day ermöglicht.
3.2.15 Zusammenarbeit mit den Eltern
In allen Klassen werden Klassenelternbeiräte gewählt, deren Vorsitzende den
Schulelternbeirat bilden. Darüber hinaus nehmen Eltern an den Sitzungen der
Fachkonferenzen, Klassenkonferenzen und Schulkonferenzen teil. Sie dürfen in
diesen Konferenzen beraten und/oder mitbestimmen.
14 Tage nach der Ausgabe der Halbjahreszeugnisse findet
ein Elternsprechtag statt. Außerdem sind alle Lehrkräfte zu weiteren Gesprächen
mit Eltern bereit.
Die 5. Klassen bekommen zu Beginn des Schuljahres von der
Schule eine Info-Mappe.
Die 5. bis 8. Klassen führen ein Verbindungsheft, das
auch Platz bietet für zusätzliche Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern.
An der Realschule Albersdorf existiert neben den o. g. Institutionen seit 1957
ein Elternverein. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, Maßnahmen an der
Realschule Albersdorf zu unterstützen, die über die Aufgaben des Schulträgers
hinausgehen. So ist ihm die Umgestaltung des Schulhofes ein besonderes
Anliegen. Er hat dafür die Finanzierung übernommen. Zugleich hilft er bei
der Anschaffung von Material und in Einzelfällen auch bei der Finanzierung
von Schulwanderungen, wenn eine Schülerin oder ein Schüler sich in einer
Notlage befindet.
3.3
Weitere Ziele
3.3.1 Stärkung des „Wir-Gefühls“
Es soll über die Anschaffung von Schulpullovern bzw.
Schul-T-Shirts diskutiert werden.
3.3.2 Gewaltprävention
Es soll diskutiert werden, ob Schülerinnen und Schüler
der oberen Klassen Patenrollen für die 5. Klassen übernehmen könnten.
Es wird angestrebt, Schülerinnen und Schüler der oberen
Klassen als Streitschlichter ausbilden und in der Schule tätig werden zu
lassen.
4.
Fortschreibung der Erziehungs- und Bildungsziele
4.1 Die gegenwärtige
Situation
Das Ziel unserer Schule ist die Wissensvermittlung,
insbesondere von Fachwissen, Rechtschreib- und Fremdsprachenkenntnissen. Viel
Wert wird auf das Einhalten von Regeln gelegt. Das Erlernen von Selbstständigkeit,
Toleranz und sozialem Miteinander, gefolgt von kritischem Denken,
eigenverantwortlichem Handeln und der Fähigkeit zur Zusammenarbeit soll ausdrücklich
gefördert werden.
Die oben beschriebenen Inhalte und Ziele der schulischen
Arbeit und des schulischen Zusammenlebens sollen weiterhin den Charakter
unserer Schule bestimmen. Bewährtes und Begonnenes wird weitergeführt. Dabei
sind wir uns im Klaren darüber, dass der Alltag des Schullebens im
Wesentlichen geprägt ist von dem Bemühen um das annähernde Erreichen der
Ziele der Lehrpläne für die einzelnen Fächer. Letzten Endes hängen hiervon
auch die Berufschancen unserer Schülerinnen und Schüler ab. Andererseits
wissen wir, dass die moderne Arbeitswelt und Gesellschaft auch neue
Kompetenzen erfordert, die u.a. über eine offene, flexible und
aufgeschlossene Schule erworben werden können
Die neu eingeführten Bildungsstandards stellen in
Verbindung mit den Lehrplänen einen zusätzlichen Bezugsrahmen für den
Unterricht dar. In den Fachkonferenzen wird über unterrichtspraktische
Konsequenzen beraten.
4.2
Weiterentwicklung der Realschule Albersdorf
Die Veränderungen in unserer Gesellschaft machen es
erforderlich, dass eine intensive Auseinandersetzung von Eltern, Kolleginnen
und Kollegen, Schülerinnen und Schülern über pädagogische Fragen
fortgesetzt werden muss, da Diskussionen auf pädagogischer
Ebene in einer flexiblen und innovativen Schule unerlässlich sind.
4.3 Wege der
Umsetzung pädagogischer Schwerpunktthemen
Ein Gremium bestehend aus 2 Eltern (möglichst der
unteren Klassen), 2 Schülern oder Schülerinnen (möglichst aus den achten
Klassen) und zwei Lehrerinnen oder Lehrern arbeitet an der Fortschreibung des
Schulprogramms. Dabei werden die Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter/innen
aus ihren Gremien delegiert. Dieses Gremium beobachtet die Entwicklung an der
Schule, besucht schulinterne Versammlungen, diskutiert mit einzelnen Klassen
sowie der Lehrer- und Elternschaft und formuliert, sich daraus ergebend, neue
Ideen, die für die dann folgenden Auflagen des Schulprogramms geeignet sind.
Durch die Schulkonferenz beschlossen am 30.11.2005